Also noch mal von vorne…

Worum geht es hier? Jenseits des Selbstoptimierungswahns, wollen wir Erkenntnisse, Erlebnisse und Methoden mit euch teilen, die uns geholfen haben zufriedener zu planen. Ob wir dabei effizienter geworden sind, mehr erledigt kriegen oder bessere Pläne haben, sei dahin gestellt. Darum geht es auch nicht. Stattdessen hat sich unsere Haltung gegenüber Planung mit den Jahren geändert. Und unsere Haltung uns selbst gegenüber, was für uns zu sehr viel mehr Gelassen- und Zufriedenheit geführt hat. Vielleicht ist der ein oder andere Gedanke dabei, der euch inspiriert oder Dinge in ein neues Licht rückt? Das wäre der größte Nutzen, den wir uns für diesen Blog wünschen. Vielleicht ist er aber auch nur unterhaltsam und ihr könnt euch selbst wiederfinden? Auch sehr gut! Hauptsache, ihr habt danach ein gutes Gefühl, seht, das andere (wir) auch täglich zu kämpfen haben (sonst würden wir uns nicht so intensiv damit beschäftigen) und könnt ein wenig großzügiger zu euch selbst sein.

Irgendwann haben wir uns nämlich damit beschäftigt, warum wir uns eigentlich so einen Druck machen. Warum muss immer alles perfekt sein? Warum sind wir so schlecht im Nichtstun? Und haben sofort ein schlechtes Gewissen, wenn wir beim Gammeln vor Netflix erwischt werden? Warum ist die to-do-Liste immer zu lang und warum halsen wir uns trotzdem noch mehr auf?

Natürlich ist es leicht in einer Leistungsgesellschaft viel zu viel von sich selbst zu verlangen. Von allen Seiten wird uns gesagt, was theoretisch möglich ist, wieviel bessser, schneller, erfolgreicher und damit vermeintlich glücklicher wir sein sollen. Da fällt es schwer, mit der eigenen Situation und den eigenen Fähigkeiten zufrieden zu sein. Aber das erklärt noch nicht diese Strenge, Frustration oder sogar Wut uns selbst gegenüber, wenn etwas nicht klappt. Woher kommt die? Mangelt es uns da einfach an Selbstwertgefühl? Glauben wir wirklich uns Akzeptzanz, Wertschätzung oder gar Liebe durch Leistung verdienen zu können? Tatsache ist, dass unser Verhalten oft diesen Anschein macht, auch wenn wir es eigentlich besser wissen. Aber etwas theoretisch zu wissen und es so verinnerlicht zu haben, dass man danach handelt, sind zwei verschiedenen Sachen. Unsere Auseinandersetzung mit unserer eigenen (Planungs-)Haltung wurde durch sehr, sehr viele Selbstzweifel, selbsterfüllende Prophezeiungen und Frustration ausgelöst. Sie begleiten seit Jahren auf unseren Weg. Und so quälend sie sein mögen, sie sind doch auch der Anstoß zu Selbstreflexion und der Suchen nach neuen Lösungen. Und dass sie so viel seltender geworden sind, veranlasst uns überhaupt erst zu diesem Blog. Wir hoffen, dass wir euch auf eurem eigenen Weg ein Stück begleiten dürfen.

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